Ein Grundstück ist mehr als seine Quadratmeter. Wir schauen es uns vor jedem Kauf gemeinsam mit den Bauherren an — und finden in jedem dritten Fall ein Detail, das den Kaufpreis verhandelbar macht.
1. Hangneigung und Bodenbeschaffenheit
Ein Hang von 8 % bedeutet im Erdbau einen anderen Aufwand als ein flaches Grundstück. Lehmige Böden im Marchfeld brauchen andere Fundamente als der Schotterkegel im Wienerwald. Ein Bodengutachten kostet rund 1.200 Euro — und kann Sie vor 30.000 Euro Mehrkosten bewahren.
2. Bauklasse und Bebauungsplan
Was die Gemeinde erlaubt, steht selten in der Anzeige. Wir lesen den Bebauungsplan vor dem Kauf — und wissen, ob Ihr Wunschhaus in der Bauklasse zulässig ist.
3. Aufschließung: Wasser, Kanal, Strom, Glasfaser
Liegen die Anschlüsse in der Straße? Oder muss ein Hauskanal 80 Meter durch den Nachbargarten gegraben werden? Wir holen die Lagepläne der Versorger ein.
4. Hochwasserzone und Wildbachverbauung
Niederösterreich hat seit 2002 viel gelernt — und vieles auf Karten festgehalten. Eine Adresse in der HQ100-Zone ist kein Ausschlussgrund, aber sie verändert den Bauplan.
5. Servitute und Wegerechte
“Mein Nachbar darf über meinen Hof zur Garage fahren” — solche Servitute stehen im Grundbuch. Manchmal stehen sie auch nicht dort, sind aber 80 Jahre alt. Wir lesen das Grundbuch mit Ihnen durch.
6. Altlasten und ehemalige Nutzung
Eine alte Tankstelle, ein Bauernhof mit unterirdischem Heizöltank, ein versunkener Kompost — das alles kann im Boden liegen. Bei Verdacht: Bohrung statt Bauchgefühl.
7. Energieausweis-Voraussetzungen
Klimaaktiv-Standard, OIB-Richtlinie 6, Förderungen des Landes Niederösterreich — was Sie heute bauen müssen, ändert sich, was Sie bauen können, hängt am Grundstück.
Wir machen diese Prüfung für alle Bauherren, die mit uns bauen, kostenfrei. Und wir machen sie ehrlich — auch wenn das Ergebnis manchmal lautet: Suchen Sie weiter.
Sprechen Sie uns an, bevor Sie unterschreiben.