Der Erdbau ist die unsichtbare Phase eines Hausbaus. Niemand hat hübsche Fotos davon – und genau deshalb beginnen die meisten Bauberichte erst beim Mauerwerk. Schade, denn hier wird die Qualität gemacht.
Tag 1: Vermessung und Absteckung
Ein zertifizierter Vermesser steckt die Hausecken millimetergenau ab. Wir kontrollieren mit Theodolit nach. Wenn hier etwas verrutscht, wandert es zwei Stockwerke nach oben.
Tag 2–3: Humusabtrag
Die obere, organische Bodenschicht (in der Regel 20–40 cm) wird abgetragen und seitlich gelagert – sie kommt am Ende auf den Garten zurück.
Tag 4–8: Aushub
Hier zeigt sich der Untergrund. Idealerweise ist es das, was im Bodengutachten stand – ab und zu kommt eine Überraschung. Lehm statt Schotter, ein alter Brunnen, eine Wasserader. Wir dokumentieren den Aushub laufend mit Fotos.
Tag 9: Kanalanschluss prüfen
Bevor die Sauberkeitsschicht kommt, muss klar sein: liegt der Anschluss richtig, in der richtigen Tiefe? Hier passiert besonders oft Pfusch – wenn niemand kontrolliert.
Tag 10–12: Sauberkeitsschicht und Schalung
5 cm Magerbeton als waagrechte Arbeitsebene. Darauf wird die Bodenplatte geschalt und die Bewehrung gelegt – vom Statiker freigegeben.
Tag 13–14: Bodenplatte betoniert
Eine durchgängige Lieferung Beton, eingebracht und in mehreren Schritten verdichtet, geglättet, abgedeckt. Ab diesem Tag steht das Haus auf einem soliden Fundament.
Zwei Wochen, in denen mehr passiert, als die meisten Bauherren je sehen. Wenn du bei uns baust, weißt du in dieser Phase jederzeit, was gerade läuft – direkt vom Chef, nicht über drei Ecken.